Medizin & Wissenschaft

Chronische Schmerzen – eine Volkskrankheit in Österreich und Europa

Lesezeit: 2 Minuten Quelle: MEDMIX Online

Der chronische Schmerz ist nicht nur in Österreich eine Volkskrankheit. Denn in Europa leiden etwa 100 Millionen Menschen an dauerhaften Schmerzen.

Der chronische Schmerz gehört zu den häufigsten Ursachen für Krankenstände, Berufsunfähigkeit und Frühpensionierungen. Gelenkschmerzen und Rückenschmerzen sowie Migräne und Rheuma belasten die betroffenen Patienten oft über viele Jahre lang. In den deutschsprachigen Ländern Österreich, Deutschland und der Schweiz gelten chronische Schmerzen als Volkskrankheit, allgemein sind in Europa hunderte Millionen Patienten betroffen.

Chronische Schmerzen sind nicht nur in Österreich, Deutschland und der Schweiz eine Volkskrankheit, sondern ein weltweites Problem!

Der Chronische Schmerz ist eine weit verbreitete Volkskrankheit. Daten der Europäischen Schmerzgesellschaft (EFIC) aus dem Jahr 2014 zeigten, dass etwa 100 Millionen in den beobachteten 28 Staaten der EU mit langanhaltenden Schmerzen zu Kämpfen hatten. Der chronische Schmerz tritt länger als drei Monate auf und kehrt immer wieder. Selbst nach einem Heilungsprozess besteht weiterhin verletztes Gewebe.

Der Chronische Schmerz führt zu einer deutlichen Verschlechterung der physischen aber auch psychischen Lebensqualität der betroffenen Schmerz-Patienten. Schließlich können auch entstehende Behinderungen das Sozial- und Arbeitsleben der Menschen stark beeinträchtigen.

In einer anderen Umfrage zeigte sich, dass die häufigsten chronischen Schmerzen im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates auftreten. Weiters sind auch Kopf- und Nervenschmerzen sehr häufig. 4 von 10 Patienten berichten, dass sie bis zu 5 Jahren an Schmerzen leiden. Etwa jeder sechste Patient leidet mehr als 15 Jahre an Schmerzen.

Hausarzt Nummer eins Ansprechpartner

Dabei findet sich der Chronische Schmerz in diversen Krankheitsbilder wider. Die Diagnose dieser Krankheiten sind aufgrund der vielen möglichen Ursachen oft sehr schwierig zu stellen. Oftmals vergeht für die betroffenen Patienten ein sehr langer Zeitraum und oft auch verschiedenste Ärztekonsultationen, bis letztendlich eine adäquate Therapie Linderung bringt.

Die wichtigsten Ansprechpartner bei Schmerzen sind zuerst der Hausarzt und dann der Facharzt. Ärzte sind auch nach wie vor die wichtigste Informationsquelle, Dr. Google befindet sich auf Platz 2. Fast neun von zehn Schmerzpatienten beziehen die relevanten Informationen zu ihren Schmerzen und der dazugehörigen Erkrankung vom Arzt.

Mäßige Zufriedenheit mit Behandlungsoptionen

Chronische Schmerzen bringen bei den betroffenen Schmerzpatienten aber häufig auch eine permanente Unzufriedenheit mit den Behandlungsergebnissen. Schließlich sind viele Menschen laut den Umfragen in Bezug auf die bestehende Therapie nur mäßig zufrieden. Vor allem ältere Menschen über 60 Jahre sind mit der Schmerzbehandlung am wenigsten zufrieden.


Literatur:

Mills SEE, Nicolson KP, Smith BH. Chronic pain: a review of its epidemiology and associated factors in population-based studies. Br J Anaesth. 2019;123(2):e273–e283. doi:10.1016/j.bja.2019.03.023

D. Andrew Tompkins, J. Greg Hobelmann, Peggy Compton. Providing chronic pain management in the “Fifth Vital Sign” Era. Historical and treatment perspectives on a modern-day medical dilemma. Drug Alcohol Depend. 2017 Apr 1; 173(Suppl 1): S11–S21. doi: 10.1016/j.drugalcdep.2016.12.002


Bildquellen & Copyright

Fotolia #158486265|Urheber: blackday


Ganzen Artikel lesen
Diese Seite benutzt Cookies. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie dem Einsatz von Cookies zu. Weitere Informationen Ablehnen Akzeptieren