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Rote Pusteln im Gesicht? Mit 5 Tipps gegen Akne vulgaris

Lesezeit: 4 Minuten Quelle: MEDMIX Online

Der Grund für Rote Pusteln im Gesicht ist meist Akne vulgaris. Dabei ist die richtige Hautpflege abgesprochen mit dem Hautarzt äußerst wichtig.

Die sogenannte Akne vulgaris ist weltweit die häufigste Hauterkrankung. Schätzungen zufolge weisen bis zu 95 Prozent aller Jugendlichen Anzeichen einer Akne auf. Leider verschwinden rote Pusteln im Gesicht aber nicht immer nach der Pubertät. Was allerdings bei Akne hilft, verraten die folgenden 5 Tipps.

1. Akne verstehen

Als Hauptursache für die Entstehung der Akne wird heute neben genetischen Faktoren eine erhöhte Empfindlichkeit der Talgdrüsen gegenüber körpereigenen männlichen Hormonen diskutiert. Die Talgdrüsen bilden dabei vermehrt Talg, gleichzeitig führt eine übermäßige Hornhautbildung zu verstopften Poren. Sammelt sich der Talg, entsteht ein Mitesser (Komedo). Wenn sich nun Propionibakterien, die tief im Talgdrüsengang vorkommen, stark vermehren, entzündet sich der Mitesser durch freigesetzte Fettsäuren und es entstehen entzündliche Knötchen sowie Eiterpusteln bis hin zu schmerzhaften Abszessen, die Narben zurücklassen.

2. Die Haut richtig pflegen

Die richtige Hautpflege ist äußerst wichtig, um gegen Akne vorzugehen. Diese sollte mit dem Hautarzt abgesprochen werden, damit sich die Symptome nicht noch verschlimmern. Insbesondere aggressive Waschpräparate sind zu meiden, da diese die Haut austrocknen und diese somit anfälliger für Umwelteinflüsse und Krankheitserreger machen. Im besten Fall stellt Ihr behandelnder Arzt gemeinsam mit Ihnen einen Hautpflege-Plan zusammen, der Ihrer Haut die Wirkstoffe zuführt, die benötigt werden. Dadurch wird eine Austrocknung oder Überpflegung der Haut unterbunden. Cremes und Waschgele sind jedoch nur ein Bestandteil der Pflege bei Akne.

3. Regelmäßige kosmetische Beratung und Pflege

Wer unter Akne leidet, sollte regelmäßig eine kosmetische Behandlung in Anspruch nehmen. Dabei wird zunächst eine Hautanalyse durchgeführt, bei der Unreinheiten, Rötungen und sonstige Hautveränderungen sowie Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut festgestellt werden. Passend zum individuellen Hauttyp und den Ansprüchen der Haut führt die Kosmetikerin eine geeignete Reinigung durch.

Die Haut wird von Unreinheiten befreit und mit einer beruhigenden Maske sowie der passenden Pflege verwöhnt. Mitesser können so entfernt werden, bevor sie sich entzünden und schmerzen. Außerdem führt die kosmetische Behandlung – im Gegenteil zum Ausdrücken zu Hause – nicht zu weiteren Entzündungen und Narben.

4. Rote Pusteln im Gesicht? Den Hautarzt rechtzeitig aufsuchen!

Meist reicht die Hautpflege alleine nicht aus, um die Akne zu bekämpfen. Insbesondere bei schwereren Formen sollte man den Hautarzt aufsuchen, damit man gemeinsma die Akne effektiv behandeln kann.

Denn der Hautarzt kann nicht nur den Schweregrad der Akne richtig einschätzen, sondern auch die passenden Medikamente sowie medizinische Kosmetik verordnen.

Beispielsweise können je nach Ausprägung desinfizierende, antibakterielle oder schälende Cremes oder Waschemulsionen helfen. Zusätzlich kann der Hautarzt bei schweren Verläufen Antibiotika-Tabletten mit Vitamin-A-Säure verordnen. Dabei ist das Ziel der medikamentösen Therapie die Minderung des erhöhten Talgflusses, das Vorbeugen von Verhornungen, die Bekämpfung von Bakterien und die Hemmung von Entzündungen.

Bei Frauen kann zudem die Anti-Baby-Pille die Beschwerden deutlich lindern. Bestimmte Präparate enthalten nämlich Stoffe, die die Wirkung der männlichen Geschlechtshormone abschwächen und dadurch unter anderem die Talgproduktion reduzieren. Das Hautbild verbessert sich dann in der Regel relativ schnell.

5. Ernährungsumstellung und gesunde Lebensweise

In letzter Zeit mehren sich die Hinweise, dass Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index und auch ein verstärkter Milchkonsum eine Akne verschlechtern können. Groß angelegte Studien, die diese Theorien stützen, fehlen allerdings bislang noch. Allgemein ist gesunde Ernährung natürlich zu begrüßen, um dem Körper und somit auch der Haut ausreichend Vitamine und Ballaststoffe zuzuführen.

Wer zudem noch Stress reduziert und auf Nikotin- und Alkoholkonsum weitestgehend verzichtet, tut seiner Haut etwas Gutes. Denn Stress schränkt die körpereigene Abwehr ein und kann sogar die Zusammensetzung der Hautflora verändern.

Fazit

Wer versteht, wodurch Akne ausgelöst wird, kann auch dagegen vorgehen. Wichtig ist dabei immer eine individuelle, auf den Patienten abgestimmte Behandlung. Jeder Mensch ist anders und dies muss man auch bei der Akne-Therapie beachten.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass Betroffene einen erfahrenen Hautarzt konsultieren, der die richtige Pflege und passende Medikamente verschreiben kann. Damit schließlich rote Pusteln im Gesicht auch irgendwann wirklich wieder verschwinden.


Weitere Informationen: Allergie und Haut München


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