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Phasen der Wechseljahre: Prämenopause, Perimenopause, Postmenopause

Lesezeit: 3 Minuten Quelle: MEDMIX Online

Prämenopause, Perimenopause, Postmenopause: Nicht in allen Phasen der Wechseljahre, die Menopause, verursacht die Hormonumstellung typischen Symptome wie Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und Nervosität.

Fast jede Frau im Alter von etwa 50 Jahren muss mit Wechseljahresbeschwerden rechnen. Bevor die Beschwerden einsetzen, befindet sich der Körper schon seit einiger Zeit in der hormonellen Umstellung. Die drei Phasen Prämenopause, Perimenopause sowie die Postmenopause verdeutlichen den natürlichen Prozess der Wechseljahre mit teilweise typischen Symptomen. Und obwohl Frauen in unseren Breiten und in den Industrienationen ungefähr 30% bis 40% ihres Lebens in den Wechseljahren verbringen, gibt es offiziell nur wenig Aufklärung über die einzelnen Phasen und die Gesundheit in der Menopause. Jedenfalls ist die Menopause ein wichtiger Risikofaktor für eine Beeinträchtigung der Psyche und der Lebensqualität. Ärzte und andere Tätige der Gesundheitsberufe sollten stärker berücksichtigen.

Die drei Phasen der Wechseljahre: Prämenopause, Perimenopause, Postmenopause

Die Prämenopause

In der Prämenopause sind bereits erste Anzeichen einer Zyklusveränderung sichtbar. Die Anzahl der Ovarialfollikel (Eibläschen), aus denen Eizellen reifen können, hat abgenommen. Jedes Mädchen kommt mit 300.000 Follikeln in den Eierstöcken zur Welt. In der Prämenopause sind nur noch etwa 25.000 Follikel nachweisbar. Mit dem Beginn der Prämenopause nimmt die Funktion der Eierstöcke kontinuierlich ab. Da nur eine geringere Anzahl an Follikeln in den Eierstöcken heranreift, sinkt der Östrogenspiegel. Das Gehirn reagiert mit einer verstärkten Hormonproduktion (FSH: Follikelstimulierendes Hormon), diese führt allerdings nicht zu einem weiteren Heranreifen zusätzlicher Follikel. Es kommt immer seltener zu einem Eisprung. Die Fruchtbarkeit kann somit ab dem 40. Lebensjahr stark vermindert sein.

Die Perimenopause

Die Perimenopause wird anhand der Zykluslänge bestimmt. Die Funktion der Eierstöcke ist in dieser Phase sehr stark verringert, sodass die Regelblutung 60 Tage in Folge oder länger aussetzen kann. Solche Zyklusunregelmäßigkeiten treten auf, bis die Regelblutung dauerhaft ausbleibt. Die letzte Monatsblutung, die Menopause, haben Frauen um das 50. Lebensjahr herum.

Die Postmenopause

In der Phase der Postmenopause erreicht die Produktion weiblicher Sexualhormone den niedrigsten Wert. Im Verlauf der Wechseljahre führt die Abnahme der Hormonproduktion zu verschiedenen Wechseljahresbeschwerden.

Frauen in der Menopause richtig betreuen

Die Hormontherapie ist seit mehr als 75 Jahren verfügbar. Kontroversen um ihre Verwendung haben sich jedoch auf die Ausbildung von vielen Ärzten in allen Fachgebieten ausgewirkt. Deswegen sind hierzu Aktualisierungen zur Versorgung von Frauen in den Wechseljahren mit Schwerpunkt auf Symptomatik und Gesundheitsproblemen wichtig. im Blickpunkt für Arzt und Patientin sind Anpassungen des Lebensstils und nichtmedizinische Ansätze sowie nichthormonale und hormonelle Medikamente.


Literatur:

Lee KS, Jung MS, Kim M, Cha K, Chung E. Impact of Cognitive Aging on Health-Related Quality of Life in Menopausal Women. Osong Public Health Res Perspect. 2020;11(4):185-193. doi:10.24171/j.phrp.2020.11.4.07

Minkin MJ. Menopause: Hormones, Lifestyle, and Optimizing Aging. Obstet Gynecol Clin North Am. 2019;46(3):501-514. doi:10.1016/j.ogc.2019.04.008

Nelson HD. Menopause. Lancet. 2008;371(9614):760-770. doi:10.1016/S0140-6736(08)60346-3


Quelle: ratiopharm


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