Medizin & Wissenschaft

Berufsbedingter Hautkrebs immer häufiger mit hohen Dunkelzahlen

Lesezeit: 2 Minuten Quelle: MEDMIX Online

Damit berufsbedingter Hautkrebs vermeidbar ist, sollten man Menschen, die im Freien bei intensiver Sonnenstrahlung arbeiten, regelmäßig dermatologisch untersuchen.

Berufsbedingter Hautkrebs tritt vor allem als heller Hauttumor, als Basalzellkarzinom sowie als Plattenepithelkarzinom auf. Dabei betrifft berufsbedingter Hautkrebs vor allem jene, die lange im Freien arbeiten und dort intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Denn diese Risikogruppen haben ein nachweislich höheres Risiko an hellem Hautkrebs zu erkranken.

Jedenfalls weisen die Dermatologen regelmäßig auf den Zusammenhang zwischen Sonneneinstrahlung, UV-Strahlung, und Hautkrebs hin. Zu den besonders gefährdeten Gruppen gehören Menschen in der Bauindustrie, im Gartenbau sowie in der Landwirtschaft. Denn sie sind praktisch täglich den krebsauslösenden Einflüssen der Sonne ausgesetzt.

Sehr wichtig ist adäquater Sonnenschutz am Arbeitsplatz

Für einen besseren Schutz dieser Risikogruppe fordern Experten vermehrte Anstrengungen zum Sonnenschutz im beruflichen Bereich. So könnte berufsbedingter Hautkrebs beispielsweise durch technische Maßnahmen wie Beschattungen verhindert werden. Außerdem sind als Schutz gegen die UV-Strahlung die geeignete Kleidung und Kopfbedeckung sowie effektive, hochwertige Sonnenschutzpräparate sehr wichtig. Unter dem Strich sollte man Kopf und Nacken möglichst nicht der Sonnenstrahlung aussetzen.

Im Grunde genommen sollte man am Arbeitsplatz so oft wie möglich die Sonne meiden. Dementsprechend sollte man auch nie länger als notwendig in der Sonne arbeiten. Dazu könnten auch flexible Arbeitszeit beitragen. Beispielsweise um die heißesten Stunden des Tages zu vermeiden. Hierzu sind auch die Unternehmen gefordert, auch um über die einfachen vorbeugenden Möglichkeiten zu informieren.

Berufsbedingter Hautkrebs: Früherkennung sehr wichtig

Dermatologen, die Unternehmen sowie ihre Mitarbeitern können dafür sorgen, dass berufsbedingter Hautkrebs vermieden beziehungsweise zumindest früh erkannt und behandelt wird. Man erkennt den hellen Hautkrebs in Form von Vorstufen wie Rötungen und schuppiger Haut an intensiv der Sonne ausgesetzten Hautbereichen. Dazu zählen vor allem das Gesicht und die Handrücken. Ein hohes Melanom-Risiko haben beispielsweise Menschen mit vielen Muttermalen sowie Hautkrebs in der Familie.

Schließlich können auch die häufig vorkommenden aktinischen Keratosen später in gefährliche invasive Plattenepithelkarzinome übergehen. Dann drohen Knoten und Geschwüre sowie sogar tödliche Metastasen. Bei aktinischen Keratosen stehen Hautärzten wirksame medikamentöse Therapien zur Verfügung. Plattenepithelkarzinome sollte man meistens operativ behandeln.


Quelle:

Statement » 4.000 Fälle berufsbedingter Hautkrebs – Hohe Dunkelziffer bei hellem Hautkrebs «. Prof. Dr. Peter Elsner, Mitglied des Präsidiums der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), zur 50. Tagung.


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