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11 Tipps bei Neurodermitis

Lesezeit: 3 Minuten Quelle: MEDMIX Online

Die nachfolgenden 11 Tipps bei Neurodermitis sollen dabei helfen, das Leben mit der unheilbaren Hauterkrankung zu erleichtern und die Lebensqualität zu steigern.

Neurodermitis – auch als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bezeichnet – ist die häufigste entzündliche Hauterkrankung bei Kindern, Schätzungen zufolge ist jedes fünfte bis zehnte Kind betroffen sowie etwa drei bis fünf Prozent der erwachsenen Menschen. Das Auftreten der Neurodermitis nimmt in den deutschsprachigen Ländern weiter zu. Die untenstehenden Tipps bei Neurodermitis für den Alltag sollen zur Linderung beitragen.

Geschwächtes Immunsystem

Neben genetischer Vorbelastung spielt das oft Kindesalter noch schwächere Immunsystem eine wichtige Rolle – man vermutet, dass geschwächte Abwehrkräfte zu einer Überempfindlichkeit hinsichtlich atopischer Krankheiten wie der Neurodermitis führen könnten. Häufig kommt es zum Auftreten von nässenden, entzündeten Hautstellen – kombiniert mit starkem Juckreiz bereits im Säuglingsalter auf. Neurodermitis ist nicht heilbar, somit spielen Maßnahmen zur Linderung der Symptome und die Pflege bei Neurodermitis eine entscheidende Rolle.

Neurodermitis-Schübe haben bald wieder Saison

Mit Herbst und Schulanfang hat Neurodermitis wieder richtig Saison. Bedingt durch starke Temperaturschwankungen und den Beginn der Heizperiode, der psychischen Belastung und teilweisen Überforderung durch Eintritt in Kindergarten oder Schule häufen sich vor allem in der herbstlichen Jahreszeit Neurodermitis-Schübe.

Neurodermitis, eine chronische, mit unangenehmem Juckreiz verbundene Hautkrankheit, ist weit häufiger verbreitet als bislang vermutet: Laut jüngsten Schätzungen leiden bereits 12 bis 16% der Kinder und Jugendlichen unter Symptomen dieser Krankheit – manche weniger und manche mehr.

11 Tipps bei Neurodermitis

Folgende Tipps bei Neurodermitis helfen, das Leben mit Neurodermitis zu erleichtern und das Auftreten der Neurodermitis-Schübe zu erschweren:

  1. Baden: Selten – lauwarm – kurz. Rückfettende Badezusätze oder Salz verwenden.
  2. Körperpflege: Weniger ist mehr – Neurodermitiker brauchen eine fachgerechte Hautpflege für die extrem trockene und empfindliche Haut. Produkte zur Pflege bei Neurodermitis ohne Zusatzstoffe verwenden. Nach jedem Bad eincremen.
  3. Ernährung: Ausgewogen und vollwertig. Vorsicht bei Nüssen, Zitrusfrüchten, Zucker und Süßigkeiten. Diät: nur bei nachgewiesener Nahrungsmittelallergie.
  4. Bekleidung: Weiche, kühle Baumwollkleidung. Keine Schafwolle oder Synthetik. Nicht zu warm, nicht zu eng.
  5. Waschmittel, Weichspüler und Haushaltsreiniger: Sorgfältiges Spülen verhindert Juckreiz fördernde Rückstände. Bei Hautreizung Mittel wechseln bzw. Handschuhe tragen.
  6. Schlafen: Gut gelüftete, kühle Räume. Keine Topfpflanzen, keine Spannteppiche.
  7. Wohnen: Allergen- und staubarme Umgebung. Keine Haustiere, keine Fellkuscheltiere, möglichst rauchfrei.
  8. Freizeit: Klimakur (Hochgebirge, Meeraufenthalt) – Sonne, Licht, Luft tut der Haut gut. Bestrahlung mit UVA-Lampe empfehlenswert.
  9. Sport: Bewegung bei kühler Außentemperatur, in windbewegter Luft oder in kühlem Wasser bevorzugt, zu starkes Schwitzen vermeiden.
  10. Seelisches Befinden: Ausgeglichenheit, spannungsfreie Erziehung, Stress vermeiden, positive Haltung zu Körper und Umwelt.
  11. Berufswahl: Tätigkeiten mit ständigem Kontakt mit Wasser, Staub, Chemikalien, Tieren oder Pflanzen vermeiden.

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