Medizin & Wissenschaft

Hustentees und Bronchialtees seit jeher bewährt

Lesezeit: 2 Minuten Quelle: MEDMIX Online

Die Menschen wenden Hustentees und Bronchialtees seit vielen Jahrhunderten erfolgreich an. Wobei es dazu heute solide wissenschaftliche Grundlagen gibt.

Hustentees und Bronchialtees kommen vor allem bei Husten und Bronchitis-Symptomen zum Einsatz. Grundsätzlich bieten sich hier sehr unterschiedlich wirksame Teemischungen an, da sich die Symptome bei Erkältungskrankheiten rasch ändern können.

Beispielsweise kann ein beginnender Reizhusten innerhalb kürzester Zeit einen verschleimten Husten zur Folge haben, was meistens auf eine Entzündung der Bronchien hinweist. Dementsprechend sollten Teemischungen auf die jeweiligen aktuellen Erfordernisse abgestimmt werden.

Sollten die Beschwerden allerdings bereits seit knapp drei Wochen bestehen, so sollte unbedingt ein Arzt eine adäquate Untersuchung durchführen.

Hustentees und Bronchialtees zur Vorbeugung empfohlen

Wer Hustentees und Bronchialtees auch vorbeugend konsumiert, tut vor allem in der kalten Jahreszeit sehr gut daran. Richtig zubereitet schmecken die meisten Tees auch sehr gut und wärmen den Organismus innerlich.

Hustentees bei trockenem Reizhusten

Die Heilpflanzen Eibisch, Isländisch Moos (Flechte), Malve (Käsepappel), Spitzwegerich und Königskerze enthalten pflanzliche Schleime, die sich im Wasser lösen. Diese gelösten Stoffe hüllen die entzündeten Schleimhäute im hinteren Rachenraum ein und schützen vor lokalen Reizungen. Schließlich können sie dadurch auch peripher den Reizhusten unterdrücken. Prinzipiell haben sich auch Hustentees mit Auswurf fördernden Heilpflanzen wie beispielsweise Thymian und Süßholzwurzel gut bewährt.

Schonende Zubereitung mit kaltem Wasser

Grundsätzlich werden Hustentees und Bronchialtees mit schleimhältigen Heilpflanzen schonend mit kaltem Wasser hergestellt. Inhaltsstoffe mit antimikrobieller Wirksamkeit – wie in Isländisch Moos und Spitzwegerich –können so zubereitet das mikrobielle Wachstum stundenlang verzögern. Darüber hinaus werden beispielsweise durch die Herstellung mit kaltem Wasser die bitter schmeckenden Flechtensäuren aus Isländisch Moos sehr schlecht extrahiert. Damit schmeckt dieser Tee auch angenehm.

Die einzelnen Bestandteile werden in geschnittenem Zustand vermischt und am besten in einem Glas aufbewahrt. Das gut verschließbare Gefäß sollte die Heilpflanzen vor Feuchtigkeit und Licht schützen. Zur Zubereitung wird dann 1 Esslöffel dieser Heilpflanzen-Mischung mit etwa 150 ml beziehungsweise einer Teetasse Wasser mit Zimmertemperatur übergossen. In Folge soll die Teemischung unter gelegentlichem Umrühren 1 bis 2 Stunden stehen. Anschließend seiht man den Tee durch ein Teesieb ab.

Hustentees und Bronchialtees sollte man eigentlich frisch trinken. Wer aber einen Vorrat braucht, sollte den Hustentee in einer gut verschlossenen Thermokanne aufbewahren. Schließlich erwärmt man den Tee nur leicht (nicht heiß) und trinkt ihn bei Bedarf schluckweise.

Wirkungen von Hustentees und Bronchialtees

Die Heilpflanzen Anis und Fenchel, Thymian und Quendel fördern mit ihren ätherischen Ölen die Sekretion von Bronchialsekret und steigern die Zilienbewegung der Bronchien. Dadurch verflüssigen sie festsitzendes Sekret, das betroffene Personen in Folge leichter abhusten können.

Betroffene Patienten sollten schließlich krampflösende Tees bei Krampf- und Reizhusten, wie er besonders bei Asthma bronchiale auftritt, auch gegen das Austrocknen trinken. Deswegen empfehlen Experten auch, dementsprechende Hustentees und Bronchialtees häufig zu konsumieren.


Literatur:

Saadat S, Shakeri F, Boskabady MH. Comparative Antitussive Effects of Medicinal Plants and Their Constituents. Altern Ther Health Med. 2018 Jul;24(4):36-49. PMID: 29332022.

Li DL, Zheng XL, Duan L, Deng SW, Ye W, Wang AH, Xing FW. Ethnobotanical survey of herbal tea plants from the traditional markets in Chaoshan, China. J Ethnopharmacol. 2017 Jun 9;205:195-206. doi: 10.1016/j.jep.2017.02.040. Epub 2017 Feb 27. PMID: 28249822.


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