Medizin & Wissenschaft

Chronische Entzündungen – Nährboden für viele Krankheiten

Lesezeit: 3 Minuten Quelle: MEDMIX Online

Chronische Entzündungen sind der Nährboden für viele Krankheiten unserer Zeit – der Lebensstil, Ernährung und Bewegung, spielen dabei eine große Rolle.

Neben der genetischen Veranlagung beeinflusst dabei vor allem der Lebensstil, insbesondere Ernährung und Bewegung, das Entzündungsgeschehen im Körper. Dabei kann vor allem auch Übergewicht viele Krankheiten auslösen. Die Ursache ist die chronische Entzündung des Fettgewebes von Übergewichtigen. Entzündungsauslösende Faktoren im Fettgewebe sind vor allem gesättigte Fettsäuren, Traubenzucker (Glucose), Sauerstoffradikale – reaktive Sauerstoffspezies – oder AGE-Proteine, die beispielsweise in stark zuckerhaltigen Getränken vorkommen.

Chronische Entzündungen und Ernährung

Entzündungshemmende Effekte zeigen beispielsweise Omega-3-Fettsäuren – reichlich vorhanden in fetten Fischsorten wie Lachs oder Hering. Sowie weiter sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Saponine, die in Hülsenfrüchten, Hafer und verschiedenen Gemüsesorten vorkommen.

Beide Stoffe sollte der Mensch regelmäßig über die Ernährung aufnehmen, weil er diese Stoffe im Körper nicht selbst bilden kann.

Am wirkungsvollsten schützt eine Gewichtsabnahme vor einem chronisch entzündetem Fettgewebe und seinen Folgen. Hier zeigt schon die Abnahme weniger Kilos Erfolge.

Faktor Stress

Stress verursacht entzündliche Prozesse im Körper, die zu Früh- der Fehlgeburten führen können. Fühlt sich eine Schwangere gestresst, dann steigen ihr Adrenalin- und Noradrenalinspiegel. Das wiederum stört das sensible Zusammenspiel zwischen weiblichen Hormonen und dem Immun­system.

Die Produktion entzündungsfördernder Faktoren – Zytokine – wird dadurch angekurbelt. So beeinflusst Stress einer werdenden Mutter auch die Gesundheit ihres heranwachsenden Kindes.

Chronische Lungenentzündung der Lunge durch Covid-19

Die Corona-Pandemie und die Gefahr an Infektionen mit Coronavirus SARS-Cov-2 nebst Erkrankung an Covid-19-Pneumonie löst in der Bevölkerung große Ängste aus. Das gilt auch für viele Menschen, die an einer chronischen Entzündung leiden.

Viele Gesunde befürchten aber auch, dass es durch eine Covid-19-Erkrankung auch eine chronische Lungenentzündung bleiben kann.

Denn verschiedene Studien haben bereits herausgefunden, dass anscheinend Lungenfibrosen nach der Covid-19-Erkrankung bleiben können. Das bedeutet normalerweise, dass das Lungenbindegewebe einer chronischen Entzündungen ausgesetzt ist.

Wenn chronische Entzündungen ernsthafte Erkrankungen verursachen

Der Lebensstil beziehungsweise Ernährung und Bewegung, chronische Entzündungen und in der Folge diverse Krankheitsbilder stehen oft für die Chronik verschiedener chronischer, oft sehr ernsthafter Erkrankungen:

  • Chronische Entzündungen können Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen,
  • sie sind der Nährboden für viele Krankheiten wie Neurodermitis, Arthritis, Diabetes Typ 2, Arteriosklerose oder chronisch-entzündliche Darmkrankheiten.
  • Chronische Entzündungen – das belegen Statistiken – sind bzgl. Anzahl in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen und wird weiterhin überproportional zunehmen.

Fazit

Chronische Entzündungen sind der Nährboden für viele Krankheiten unserer Zeit. Der Lebensstil, insbesondere Ernährung und Bewegung, haben großen Einfluss auf entzündliche Prozesse im Körper.

Aktuell können bei manchen Coronavirus-Patienten chronische Entzündungen der Lunge durchaus auch durch eine schwere Covid-19-Erkrankung nebst Lungenfibrose entstehen.


Literatur:

Arck PC, Rose M, Hertwig K, Hagen E, Hildebrandt M, Klapp BF. Stress and immune mediators in miscarriage. Hum Reprod. 2001 Jul;16(7):1505-11.


Quellen:

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München


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