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Mediterrane Ernährungspyramide zur mediterranen Ernährung

Lesezeit: 3 Minuten Quelle: MEDMIX Online

Die mediterrane Ernährung bietet viele Vorteile für die Gesundheit, die mediterrane Ernährungspyramide zeigt die jeweiligen Lebensmittel und ihre Gewichtung.

Der positive Einfluss der mediterranen Ernährung mit ihren typischen Lebensmitteln auf unseren Organismus und unsere Gesundheit ist bestens bekannt. Die Vorzüge der mediterranen Ernährung hervorzuheben und Hersteller von Lebensmitteln in der Entwicklung ihrer Produkte zu inspirieren, wird nicht zuletzt von Experten der WHO immer wieder eingefordert. Die Harvard School of Public Health (HSPH) und das European Office der Weltgesundheitsorganisation stellten die klassische mediterrane Ernährung im Jahr 1993, im Zuge einer Konferenz in Cambridge, vor. Zudem wurde eine Mediterrane Ernährungspyramide zur mediterranen Ernährung zur Verfügung gestellt, um eine entsprechende Ernährungsgestaltung zu ermöglichen beziehungsweise zu erleichtern.

Mediterrane Ernährungspyramide zur mediterranen Ernährung

Ernährungspyramiden dienen dazu, Makronährstoffe bestimmten Kategorien zuzuordnen. Wobei man Lebensmittel an der Spitze der Pyramide nur in geringen Mengen konsumieren sollte. Produkte in der Mitte beziehungsweise am Boden der Pyramide sind für moderaten beziehungsweise große Mengen geeignet.

Im Fall der mediterranen Ernährung stehen Süßigkeiten und Fleisch eher an die Spitze der Ernährungspyramide, während Geflügel und Milchprodukte in moderaten Mengen und Fisch, Früchte, Gemüse, Vollkornprodukte, und diverse Öle in großen Mengen genossen werden dürfen.

Die mediterrane Ernährung befindet sich in Bezug auf diverse gesundheitliche Aspekte unter den Besten. Beispielsweise stellt sie, hinsichtlich der Verbesserung kardiovaskulärer Gesundheit, eine der effektivsten und gesündesten Ernährungsweisen dar.

Risiko für Herzerkrankungen halbiert

So belegen Forschungsergebnisse eine Halbierung des Risikos für Herzerkrankungen durch die Einhaltung einer mediterranen Ernährung, je mehr mediterrane Lebensmittel die Studienteilnehmer zu sich nahmen, desto besser war ihre Gesundheit und umso geringer die Wahrscheinlichkeit für einschlägige Erkrankungen.

Laut einer im Jahr 2014  publizierten Studie verbessert die mediterrane Ernährung zudem den Blutdruck, was in weiterer Folge zu einer Reduktion des Schlaganfallrisikos führt. Bedingt durch das häufige Auftreten von Erektionsstörungen bei Herzerkrankungen wird Männern häufig empfohlen, sich mediterran zu ernähren.

Doch nicht nur in Bezug auf Herzerkrankungen und Impotenz verfügt die mediterrane Ernährungsweise über gesundheitliche Vorteile. So sei auch eine Verbesserung kognitiver Leistungen sowie eine Reduktion des Risikos für Nierenerkrankungen, Diabetes und Demenz zu erwarten. Auch in Bezug auf die Lebenserwartung scheidet die Diät gut ab. Denn speziell bei Frauen wirkt sie sich positiv auf die Lebenserwartung aus.

„Die Beweislage hinsichtlich der gesundheitlichen Vorteile der mediterranen Ernährung ist überwältigend,“ betont Aseem Malhotra, Spezialist für Interventionskardiologie. „Hier gilt es hervorzuheben, dass diese Ernährungsweise wesentlich wirksamer zu sein scheint, als so manches Medikament.“

Die individuellen Bestandteile der mediterranen Ernährung können ebenfalls überzeugen. Und zwar unter anderem durch einen hohen Gehalt an Antioxidantien sowie Omega-3-Fettsäuren. Beispielsweise sind Fische, wie Lachs und Makrele, besonders reich an Omega-3-Fettsäuren, die wir für diverse Körperfunktionen benötigen und die uns unter anderem vor Herzerkrankung und Schlaganfall sowie vor Krebs und Autoimmunerkrankungen schützen.

Omega-3-Fettsäuren verfügen über weitreichende gesundheitliche Benefits. Sie wirken sich positiv auf die Herzkreislaufgesundheit, das Gehirn sowie auf das Immunsystem aus,“ erklärt Philip Calder von der University of Southampton.

Mediterranen Ernährung und Krebs

Forscher wollten in einer rezenten systematischen Metaanalyse die Evidenz zu den Zusammenhängen zwischen der Einhaltung der Mediterranen Ernährung und dem Risiko von Krebs aktualisieren. Im Blickpunkt standen auch allgemeine Ursachen für Krebs, die Krebssterblichkeit sowie das erneute Auftreten von Krebs bei Krebsüberlebenden. Es ergab sich dabei, dass die konsequente Einhaltung der Mediterranen Ernährung mit einem geringeren Risiko für Krebssterblichkeit in der Allgemeinbevölkerung zusammenhängt. Zudem verbesserte sich die Gesamtmortalität bei Krebsüberlebenden.

Vielseitigkeit einer Mediterrane Ernährung

Die mediterrane Ernährung verbannt keine Lebensmittel komplett vom Speiseplan. Dadurch ist es einfacher, sich an eine entsprechende Diät zu halten. Je nachdem welche Gerichte bevorzugt werden, sind diese reich an Nährstoffen und Vitaminen, Ballaststoffen, Kalium, Kalzium und Vitamin D.

Gesund ist auch die mediterrane Art des gemeinsamen Essens. Essen in Gesellschaft wird immer seltener. Dabei ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen in Gesellschaft zu essen und zu trinken. Dies kann nicht nur soziale Verbindungen intensivieren, sondern auch das psychische Wohlbefinden fördern.

Schließlich kann eine mediterrane Ernährung auch dazu beitragen, Probleme im Zusammenhang mit Medikamenten gegen chronische Schmerzen wie Verstopfung zu lösen. Außerdem zeigt sie Vorteile gegen Diabetes. Einige Studien berichten auch, dass die mediterrane Ernährung auch eine vorteilhafte Rolle gegen das Fortschreiten der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung spielt.


Literatur:

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Quellen:

DI Alexandra Springler. Mediterrane Ernährungspyramide zur mediterranen Ernährung. MEDMIX Online 2015

European Office der Weltgesundheitsorganisation

Harvard School of Public Health (HSPH)


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