Politik & Wirtschaft

OÖ Mentoring-Projekt Hausärzte nehmen Studenten unter ihre Fittiche

Lesezeit: 1 Minute Quelle: CGM Media

Von 665 Hausarztstellen mit Kassenvertrag sind aktuell in Oberösterreich 23 unbesetzt, für zwölf wurden noch keine Nachfolger gefunden. Ärztekammer und Gebietskrankenkasse (OÖGKK) haben ein Mentoring-Programm für Studenten und Mediziner in Ausbildung gestartet, "um die Attraktivität des Berufs sichtbar zu machen" und Nachwuchsprobleme anzugehen", sagte Wolfgang Ziegler von der Ärztekammer in Linz.

Da  die  angehenden  Mediziner  während  des Studiums  laut  Ziegler kaum Be- rührung mit einer Ordination hätten, fehle die Vorstellung, was einen im Alltag erwarte. Das soll sich nun ändern. Erfahrene praktische Ärzte nehmen quasi an ihrer  Fachrichtung  Interessierte  unter ihre Fittiche.  Bereits  ab dem zweiten     Semester gibt es in Oberösterreich jetzt die Möglichkeit, einen Schnuppertag in einer Praxis  zu absolvieren.  Weiters wird  nach  der  Basisausbildung  den Studenten ein individuelles Mentoring in Form von persönlichen Gesprächen mit Allgemeinmedizinern angeboten.

Ab dem letzten Teil des Studiums erhalten künftige Hausärzte noch an Wochenenden Schulungen zu wirtschaftlichen Fragen der Praxisführung. Bereits 14 Hausärzte haben sich zu Mentoren ausbilden lassen. Im April startet eine zweite Einschulung. Für heuer wurden für den auf drei Jahre fixierten Pilotversuch 20.000 Euro veranschlagt, erklärte OÖGKK-Direktorin Andrea Wesenauer in der Pressekonferenz am Donnerstag. Das Geld komme aus dem Innovationstopf der Krankenkasse und der Ärztekammer. Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) - auch für den Bereich Gesundheit zuständig -     begrüßte das Mentoring-Programm als einen weiteren Schritt, um die "hausärztliche Versorgung langfristig abzusichern".


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