Politik & Wirtschaft

Angst vor Finanz-Problemen ist größer als vor Corona-Infektion

Lesezeit: 1 Minute Quelle: CGM Media - 03. Mai 2020

Die Österreicher haben mehr Angst vor finanziellen Problemen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie als vor einer Infektion. Das zeigt die kürzlich von Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) präsentierte zweite repräsentative Stichprobenuntersuchung durch Statistik Austria, bei der die Teilnehmer auch über ihr Befinden, ihre Ängste und Einstellung zu den Pandemie-Maßnahmen befragt wurden.

o gaben 10% der Befragten (Personen ab 16 Jahre) an, Angst vor finanziellen Problemen zu haben. 7% befürchten, sich zu infizieren, und 6% haben Angst davor, ein Familienmitgied aufgrund einer COVID-19-Erkrankung zu verlieren. 5% halten einen Anstieg von Konflikten in der Familie oder in der Beziehung für wahrscheinlich.

Die Ängste unterscheiden sich allerdings stark je nach aktueller Situation der Befragten: So gaben 19% der Personen mit Kindern, die noch nicht zur Schule gehen, an, Angst vor finanziellen Problemen zu haben, und 14% befürchten innerfamiliäre Konflikte. Bei den Personen, die durch Vorerkrankungen zu einer Risikogruppe zählen, fürchten wiederum 12%, selbst am Coronavirus schwer zu erkranken, was bei allen anderen Gruppen eher als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wurde (2%).

Großteil findet Maßnahmen angemessen

Weit über 90% empfinden Maßnahmen wie Quarantäne in Krisengebieten, Abstandhalten, Veranstaltungsverbot oder das Tragen von Masken als angemessen. Hier zeige sich, dass die "Akzeptanz grundsätzlich hoch ist", sagte Matea Paskvan, Studienprojektleiterin der Statistik Austria, im Rahmen einer Pressekonferenz. Geringer ist die Zustimmung zur allgemeinen Schließung von Geschäften (finden nur 69% als angemessen) oder zum Aufenthalt im Freien nur in Ausnahmefällen (56%).

Rund zwei Drittel der Österreicher lassen sich die Stimmung durch die Pandemie nicht verderben: 64% empfinden zumindest meistens gute Laune, Ruhe und Entspannung. Deutlich geringer ist das psychische Wohlbefinden allerdings bei Menschen mit mäßiger bis schlechter Gesundheit (33%) oder Menschen mit Kindern vor dem Schulalter (58%).


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