Politik & Wirtschaft

BARMER-Arzneimittelreport 2021: Riskante Medikamente gefährden Ungeborene

Lesezeit: 3 Minuten Quelle: Rp. Institut

Viele Frauen im gebärfähigen Alter bekommen teratogene Arzneimittel verordnet. Allein bei der BARMER waren hiervon im Jahr 2018 fast 154.000 Frauen zwischen 13 und 49 Jahren betroffen. Dies geht aus dem BARMER-Arzneimittelreport 2021 hervor.

Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER, gibt zu bedenken, dass die Verordnung von Teratogenen vor einer Schwangerschaft nicht das Problem seien, besonders wenn verhütet werde. Spätestens mit Eintritt der Schwangerschaft dürfe aber kein Teratogen mehr zum Einsatz kommen. Genau genommen müsse der Schutz des ungeborenen Kindes bereits davor beginnen. Deshalb sollten auch Frauen im gebärfähigen Alter mit Dauermedikation einen Rechtsanspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan erhalten. Damit könne das Risiko für das ungeborene Leben bei einer notwendigen teratogenen Medikation massiv reduziert werden.

Derzeit werde die Arzneimitteltherapie unzureichend dokumentiert, was zu gefährlichen Informationslücken zu Beginn der Schwangerschaft führen könne.

Zum vollständigen BARMER-Arzneimittelreport 2021


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