Politik & Wirtschaft

Der erste Welttag der Patientensicherheit am 17. September 2019

Quelle: MEDMIX Online

Der erste Welttag der Patientensicherheit wird von Weltgesundheitsorganisation (WHO) heuer am 17. September 2019 organisiert.

Der erste Welttag der Patientensicherheit entsteht nach dem Vorbild der vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) seit 2015 alljährlich durchgeführten Aktionstage. Auch dieses Jahr ruft das Aktionsbündnis Patientensicherheit wieder zum Mitmachen auf.

Highlight am Welttag der Patientensicherheit

Zum ersten Welttag der Patientensicherheit Zur erleuchtet man weltweit Gebäude und Wahrzeichen orange erleuchtet. Mit diesen leuchtenden Bekenntnissen zur Patientensicherheit will die neue WHO-Initiative das Bewusstsein für dieses wichtige Thema schärfen.

Selbst in entwickelten Ländern wie Deutschland geht die OECD davon aus, dass 15 Prozent aller Aktivitäten und damit auch Kosten im Krankenhaus für die Behandlung der Folgen unzureichender Patientensicherheit zurückgehen.

Weltweit, so die WHO, kommen vier von zehn Patienten im Zuge ihrer ambulanten ärztlichen Versorgung zu Schaden. Hingegen wären 80 Prozent der Schäden vermeidbar.

Alle Kräfte für die Patientensicherheit mobilisieren

Mit dem Welttag der Patientensicherheit soll das Thema stärker in das Bewusstsein gerückt. Mann will alle Kräfte mobilisieren, um zukünftig Fehler und Schäden zu vermeiden, bevor Patienten betroffen sind. „Seit fast fünfzehn Jahren ist es der alleinige Zweck des APS, für Verbesserungen bei der Patientensicherheit zu werben und Wissen für erfolgreiche Handlungsansätze zu bündeln und zu verbreiten“, sagt Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS.

„Daher ist es ein riesiger Erfolg, dass der vom APS vorgeschlagene Tag der Patientensicherheit nun weltweit begangen wird. Das zeigt, was mit Engagement möglich ist!“ „Selbst wenn man nur ein Teilthema der Patientensicherheit, wie etwa die bessere Versorgung bei Sepsis herausgreift, wird schnell deutlich, dass jedes Jahr viele Tausend Patientenleben durch mehr Patientensicherheit gerettet werden können“ führt Dr. Ruth Hecker, stellvertretende Vorsitzende des APS, aus.

„Und nicht zu vergessen: Als ‚second victim‘ sind auch die Beschäftigten im Gesundheitswesen von unzureichender Patientensicherheit betroffen, profitieren von echter Sicherheitskultur also genauso wie die Patienten.“

Engagement und Zusammenwirken aller Verantwortlichen im Gesundheitssystem notwendig

„Der Ausbau der Patientensicherheit ist nicht allein Aufgabe und Verpflichtung einzelner Berufsgruppen, sondern erfordert das konstruktive Engagement und Zusammenwirken aller Verantwortlichen im Gesundheitssystem. Der Welttag der Patientensicherheit bietet nun die Chance, ein strahlendes Bekenntnis zur Patientensicherheit abgeben zu können“, betont Hardy Müller, Generalsekretär des APS.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit lädt als Auftakt schon am 12. September 2019 in Berlin zu einer kombinierten Fach- und Festveranstaltung ein. Es geht um Sepsis als Notfall und Sicherheitskultur auf allen Ebenen sowie einen Festakt zum ersten Welttag der Patientensicherheit. Bei der heutigen Pressekonferenz erläutern Vertreter des Aktionsbündnisses, welche Chancen der erste Welttag der Patientensicherheit mit sich bringt. Thema wird auch sein, wie das APS Patientensicherheit konkret die Förderung neuer Meldesysteme vorantreibt.

Welttag der Patientensicherheit in den sozialen Medien unter #PatientSafety oder #WorldPatientSafetyDay – www.aps-ev.de


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