Fachartikel
Supplementierung bei Osteoporose mit Empfehlung der DVO-Leitlinie
Lesezeit: 3 Minuten Quelle: Calcimed
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Wie eine Supplementierung von Calcium und Vitamin D3 präventiv und reaktiv bei osteoporotischen Veränderungen im Knochen helfen kann.
Mit ca. 200 Millionen Betroffenen weltweit gilt Osteoporose als die häufigste chronische metabolische Knochenerkrankung.1 Auch Deutschland weist hohe Fallzahlen auf: so wurde in Krankenhäusern allein im Jahr 2019 über 37.000-mal Osteoporose diagnostiziert.2 Die DVO-Leitlinie sieht als Basistherapie eine ausreichende Aufnahme von Calcium und Vitamin D vor. Sofern diese nicht über die Nahrung erreicht werden kann, sollte eine Zufuhr über Nahrungsergänzungs- oder Arzneimittel, wie z.B. Calcimed® D3, erfolgen.3
Wer ist betroffen?
Bei Osteoporose kommt es durch einen vermehrten Abbau von Knochensubstanz zu einem Verlust an Knochendichte und damit zu einem gesteigerten Frakturrisiko. Dieser Prozess wird oftmals durch hormonelle Veränderungen ausgelöst.4 Die Wahrscheinlichkeit, an Osteoporose zu erkranken, ist deshalb gerade bei älteren Menschen hoch. Betroffen sind insbesondere Frauen in der Postmenopause. So wird Schätzungen zufolge jede dritte Frau über 50 Jahren im Laufe ihres Lebens eine osteoporotisch bedingte Knochenfraktur erleiden. Im Vergleich hierzu wird bei Männern ab 50 Jahren ca. jeder fünfte betroffen sein.5 Aufgrund des demografischen Wandels ist davon auszugehen, dass die Prävalenz für osteoporotische Knochenveränderungen in Zukunft stetig wachsen wird.1 Da Milchprodukte durchschnittlich 50 % - 60 % der Calciumaufnahme abdecken, könnte auch der zunehmende Verzicht auf diese Lebensmittel, zum Beispiel aufgrund einer veganen Lebensweise oder einer Laktoseintoleranz, zur steigenden Osteoporoseprävalenz beitragen.6 Unabhängig von Alter und Ernährungsweise bilden Menschen unter Langzeiteinnahme von Kortikosteroiden7 und Patient*innen mit Hyperthyreose weitere wichtige Risikogruppen für Osteoporose.8
Basistherapie nach DVO-Leitlinie
Laut DVO-Leitlinie stellt eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D3 die Basistherapie bei der Behandlung von Osteoporose dar: empfohlen wird eine Gesamtzufuhr von 1.000 mg Calcium pro Tag.3 Diese Menge wird in Deutschland bei einer mittleren täglichen Zufuhr von 807 mg bei Männern und 738 mg bei Frauen oftmals nicht erreicht.9 Damit das aufgenommene Calcium vom Körper resorbiert werden kann, benötigt er zusätzlich Vitamin D3, das vom Organismus mit Hilfe von UV-Einstrahlung aus 7-Dehydrocholesterol synthetisiert wird. Allerdings ist die hierzu erforderliche Sonnenlichtexposition u.a. aufgrund von Witterungsverhältnissen und allgemeinen Arbeits- und Lebensverhältnissen häufig zu niedrig. Auch ein effektiver, aber notwendiger Sonnenschutz trägt zu einer unzureichenden Eigensynthese von Vitamin D3 im Sommer bei.
Klinisch belegte Supplementierung
Die Vorteile einer Zufuhr von Calcium und Vitamin D im Kombinationspräparat sind klinisch belegt. So konnte in einer Metaanalyse gezeigt werden, dass bei Frauen in der Postmenopause eine Supplementierung von Calcium und Vitamin D die mittlere Knochendichte signifikant erhöht und damit die Inzidenz von Hüftfrakturen deutlich reduzieren kann.10 Aufgrund der Studienlage sehen die Expert*innen hinter der DVO-Leitlinie deshalb bei unzureichender Zufuhr über die Nahrung eine Einnahme von Calcium zusammen mit Vitamin D als empfehlenswert an, um osteoporotischen Veränderungen im Knochen und daraus resultierenden Knochenbrüchen entgegenzuwirken. Ausgehend von der durchschnittlichen Aufnahme über die Nahrung kann es deshalb sinnvoll sein, 500 mg Calcium zusätzlich zuzuführen, um so die vom DVO empfohlene Gesamtmenge von 1000 mg zu erreichen. Für Vitamin D ist die optimale Tageszufuhr vom DVO mit 800 - 1000 I.E. angegeben.3
Calcimed® D3 500/1000 Kautabletten und Calcimed® D3 500/1000 Direct sind entsprechend der geltenden Osteoporose-Leitlinie dosiert11,12 und stellen unter Voraussetzung einer ausgewogenen Ernährung bei einmaliger täglicher Einnahme eine optimale Versorgung mit Calcium und Vitamin D3 sicher. Bei Patient*innen mit manifester Osteoporose erstattet die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für eine leitliniengerechte Basistherapie mit einem Calcium-Vitamin D3-Kombinationspräparat.13
1 Noh et al.: Molecular Mechanisms and Emerging Therapeutics for Osteoporosis. International Journal of Molecular Sciences 2020, 21(20): 7623. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33076329/
2 Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Diagnosedaten der Krankenhäuser ab 2000. 2021. Verfügbar unter: https://www.gbe-bund.de/gbe/pkg_isgbe5.prc_menu_olap?p_uid=gast&p_aid=65584195&p_sprache=D&p_help=3&p_indnr=654&p_indsp=&p_ityp=H&p_fid=
(abgerufen am 25.02.2022)
3 Dachverband der Deutschsprachigen Wissenschaftlichen Osteologischen Gesellschaften e.V.: Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern- Langfassung. 2017. Verfügbar unter: https://dv-osteologie.org/uploads/Leitlinie%202017/Finale%20Version%20Leitlinie%20Osteoporose%202017_end.pdf (abgerufen am 25.02.2022)
4 Chandra et al.: Skeletal Aging and Osteoporosis: Mechanisms and Therapeutics. International Journal of Molecular Science 2021, 22(7): 3553. https://www.mdpi.com/1422-0067/22/7/3553/htm
5 Sözen et al.: An overview and management of osteoporosis. European Journal of Rheumatology 2017, 4(1): 46-56. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5335887/#:~:text=Currently%2C%20it%20has%20been%20estimated,osteoporotic%20fractures%20in%20their%20lifetime
6 Rizzoli: Dairy products and bone health. Aging Clinical and Experimental Research 2022, 34(1): 9-24. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34494238/
7 Egeberg et al.: Association of Potent and Very Potent Topical Corticosteroids and the Risk of Osteoporosis and Major Osteoporotic Fractures. JAMA Dermatology 2021, 157(3): 275-282. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33471030/
8 Deng et al.: Thyroid-stimulating hormone decreases the risk of osteoporosis by regulating osteoblast proliferation and differentiation. BMC Endocrine Disorders 2021, 21(1): 49. https://bmcendocrdisord.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12902-021-00715-8
9 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Calcium. 2013. Verfügbar unter: https://www.dge.de/wissenschaft/faqs/calcium/#d (abgerufen am 28.02.2022)
10 Liu et al.: Effects of combined calcium and vitamin D supplementation on osteoporosis in postmenopausal woman: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Food & Function 2020, 11(12): 10817-10827. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33237064/
11 Fachinformation Calcimed® D3 500/1000 Kautabletten. Stand: 07/2021
12 Fachinformation Calcimed® D3 500/1000 Direct. Stand: 07/2021
13 Gemeinsamer Bundesausschuss: Anlage I zum Abschnitt F der Arzneimittel-Richtlinie. 2021. Verfügbar unter: https://www.g-ba.de/downloads/83-691-654/AM-RL-I-OTC_2021-04-15.pdf (abgerufen am 28.02.2022)
