Medizin & Wissenschaft

Pfefferminzöl kann das Wachstum der Haare kräftigen

Lesezeit: 3 Minuten Quelle: MEDMIX Online

Pfefferminzöl kann die Haare kräftigen und das Haarwachstum positiv beeinflussen. Effektiv ist beispielsweise ein Haaröl aus Pfefferminzöl gemischt mit Kokos- oder Mandelöl.

Forscher bewiesen in einer Studie, dass Pfefferminzöl das Haarwachstum positiv beeinflusst. Wobei Forscher die Studie bei Mäusen durchführten. Schließlich zeigten die Tiere in der Pfefferminzöl-Gruppe (PEO) die auffälligsten Haarwachstumseffekte. Und zwar eine signifikante Zunahme der Hautdicke, der Follikelanzahl und der Follikeltiefe. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass das Pfefferminzöl ein schnelles Anagenstadium der Haare anregt.

Haare wachsen in Zyklen

Haare wachsen in Zyklen, durchschnittlich wachsen sie nur etwa drei Jahre lang, dies nennt man die  Anagen- Phase. Allerdings gibt es auch Menschen, bei denen diese Phase kürzer oder etwa doppelt so lang ist. Entsprechend kürzer oder länger werden die Haare, denn ein Haar wächst etwa 1cm pro Monat. Wenn die Anagen- Phase abgeschlossen ist, folgt eine kurze Übergangsphase, die sogenannte Katagen- Phase. Danach geht das Haar in einen Ruhezustand (Telogen- Phase) über, an dessen Ende es ausfällt. Man bekommt trotzdem keinen Glatzkopf, denn etwa 90 Prozent der Haare befinden sich immer im Wachstum. Beim gesunden Haar wird der Follikel nach etwa zwei bis vier Monaten wieder aktiv, dann beginnt das ganze von vorne.

Wissenswertes über die Pfefferminze

Heute kennt man etwa 30 verschiedene Minzearten. Aus diesen ursprünglichen Arten haben sich im Laufe der Zeit viele Hybriden gebildet. Bereits in der griechischen Mythologie findet sie Erwähnung. Um die Nymphe Minthe vor der Eifersucht seiner Ehefrau zu schützen, verwandelte Hades sie in ein duftendes Kraut. Die Pfefferminze (Mentha piperita L.)  ist zweifelsohne die bekannteste aller Hybriden und entstand höchstwahrscheinlich aus der Bachminze und der Waldminze, erstmals wurde sie 1696 erwähnt, deshalb fehlt sie in den Kräuterbüchern der Antike und des Mittelalters. Andere Minzen wurden jedoch schon früher verwendet.

Die Pfefferminze zählt zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie ist eine ausdauernde, frostharte Staude und wird bis zu 90 cm hoch. Im Herbst stirbt das Kraut ab, im Frühjahr treibt die Pflanze erneut aus. 2004  wurde sie zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.

TIPP: Haaröl mit Pfefferminzöl stärkt die Haare

Zwei Esslöffel Kokos- oder Mandelöl werden mit fünf bis acht Tropfen Pfefferminzöl vermischt. Diese Ölmischung wird in die Kopfhaut und dann ins feuchte Haar einmassiert. Das ist ideal für die Anwendung über Nacht. Mit einer Duschhaube oder Frischhaltefolie deckt man das Haar ab, damit die Kur besser einziehen kann. Nach der Haaröl-Anwendung mit dem Pfefferminzöl Haare wieder wie gewohnt waschen.

Literatur:

Ji Young Oh, Min Ah Park, and Young Chul Kim. Peppermint Oil Promotes Hair Growth without Toxic Signs. Toxicol Res. 2014 Dec; 30(4): 297–304

S.HIRSCH, F. GRÜNBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya- Verlag


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