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Bluteosinophile bestimmen: Ein kleiner Laborwert mit großer Bedeutung für die COPD-Therapie

Lesezeit: 3 Minuten Quelle: sanofi-aventis GmbH

Die Bestimmung der Bluteosinophilen gehört heute laut Leitlinien zur Standartdiagnostik bei COPD-Patienten. Sie kann Hinweise auf eine Typ-2-Inflammation liefern1,2 und dabei helfen, Patienten# mit wiederkehrenden Exazerbationen für eine gezielte Biologika-Therapie zu identifizieren. Die Messung ist einfach durchzuführen und liefert wertvolle Informationen für die weitere Behandlungsstrategie.

Nicht jeder Patient mit COPD weist denselben Entzündungsmechanismus auf. Neben der klassischen neutrophilen Entzündung zeigen 20–40 % Patienten eine Typ-2-Inflammation, die mit erhöhten Bluteosinophilen assoziiert ist.1,2 Patienten mit Bluteosinophilen ≥ 300 Zellen/μl können ein erhöhtes Risiko für Exazerbationen haben3 und sollten daher besonders aufmerksam beurteilt werden.

Bestimmung der Bluteosinophile ist unkompliziert und mit hohem Mehrwert

Die Bestimmung der Bluteosinophilen ist unkompliziert, erstattet und im Rahmen eines Differenzialblutbildes jederzeit möglich. Bei Patienten mit persistierenden Exazerbationen trotz maximaler inhalativer Therapie kann ein erhöhter Eosinophilenwert auf eine behandelbare Typ-2-Inflammation hinweisen, für die heute zielgerichtete Therapieoptionen zur Verfügung stehen.1,2,4

 

Empfehlung aus S2k-Leitlinie und GOLD-Report 2026

Der GOLD Report 2026 empfiehlt, Bluteosinophile als Biomarker in die Beurteilung der Therapieentscheidung von COPD-Patienten einzubeziehen.2 Auch die aktuelle S2k-Leitlinie hebt ihre Bedeutung für die Identifikation einer Typ-2-Inflammation und die weitere Therapieplanung hervor.4

 

Eosinophilenwerte können stark schwanken

Bluteosinophile sollten insbesondere bei Patienten mit wiederkehrenden Exazerbationen bestimmt werden. Da Eosinophilenwerte schwanken können, sollten sie regelmäßig bestimmt werden.4 Einfluss auf das Ergebnis können unter anderem akute Infektionen, eine Behandlung mit oralen oder inhalativen Kortikosteroiden (OCS/ICS), die Gesamtleukozytenzahl sowie präanalytische Faktoren wie die Lagerungszeit der Blutprobe haben.4 Daher können auch historische Werte für die Beurteilung hilfreich sein.

 

Die routinemäßige Bestimmung der Bluteosinophilen ist damit ein einfacher Schritt mit potenziell großer Bedeutung für die Versorgung von COPD-Patienten. Dadurch kann eine zugrundeliegende Typ-2-Inflammation aufgedeckt werden, die für eine Biologika-Therapie wie Dupilumab in Frage kommen. In den Zulassungsstudien konnte gezeigt werden, dass die Behandlung mit Dupilumab zu einer signifikanten Reduktion von Exazerbationen, Verbesserung der Lungenfunktion und der Lebensqualität führt.5,6

 

Abkürzungsverzeichnis:
COPD = chronisch obstruktive Lungenerkrankung; ICS = inhalative Kortikosteroide; OCS = orale Kortikosteroide.

 

Referenzen:

# Allein aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die gleichzeitige Verwendung geschlechtsspezifischer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten aber selbstverständlich für alle Geschlechter

1. Rabe KF et al. Am J Respir Crit Care Med 2023; 208(4): 395–405

2. GOLD. Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease 2026. https://goldcopd.org/wp-content/uploads/2026/01/GOLD-REPORT-2026-v1.3-8Dec2025_WMV2.pdf (letzter Zugriff: August 2026)

3. Yun JH et al. J Allergy Clin Immunol 2018; 141(6): 2037–2047.e10

4. S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie der COPD 2026. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/020-006 (letzter Zugriff: August 2026)

5. Bhatt SP et al. N Engl J Med 2023; 389(3): 205–214; inkl. Supplement

6. Bhatt SP et al. N Engl J Med 2024; 390(24): 2274–2283; inkl. Supplement

 

 


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